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Deko
Eine Lesefibel

Unterhaltung by reimtsich.net[t]

Deko

Die Chancengleichheit

Den Reichen ist man wohl gesonnen.
Die Kleinen nimmt man in die Pflicht.
Ein Blumentopf wird zwar gewonnen.
Er leckt, und ist nicht wasserdicht.

Wer reich ist, kann auf Hilfe hoffen,
denn Wirtschaftsmittel sind parat.
Die Wege stehen für ihn offen.
Und Steuern schenkt ihm Vater Staat.

Dem Armen geht man an die Wäsche,
selbst wenn er sich dagegen stemmt.
Man springt für ihn nicht in die Bresche,
und raubt sein letztes Unterhemd.

Am langen Hebel sitzen Reiche.
Den Kürzer'n zieht ein armer Wicht.
So zeigt sich oft das Chancengleiche.
Ein Übel, das ins Auge sticht.

© Roman Herberth
 

  runter Lippen

- 1 -

An Idealen festhalten

Halte fest an Idealen.
Nimm dir für das Schöne Zeit.
Leise treten, anstatt prahlen.
Finger weg vom Futterneid.

Wenn du tickst, dann bitte richtig.
Über Stränge schlage nicht.
Sich selbst treu sein, das ist wichtig.
Keine Freiheit, ohne Pflicht.
  runter Lippen

- 2 -

Setze deinen Träumen Grenzen.
Halte Abstand von der Gier.
Ziehe klare Konsequenzen.
Denk nicht nur ans eigne Bier.

Eines Tages wirst du siegen.
Und kein Dritter setzt dir zu.
Lass dich bitte nicht verbiegen,
denn sonst bist du nicht mehr du.

© Roman Herberth
 

- 3 -

Es ist nicht kopflos

Das wahre Glück geht nie zu Ende.
Und kopflos stürmt es nicht voran.
Es bleibt sich treu. Und es spricht Bände.
Es steht am liebsten seinen Mann.

Wer es erfährt, wird es genießen.
Verliebten reicht es seine Hand.
Dann werden bunte Träume sprießen.
Sie führen in ein Märchenland.

Es lässt dich nicht ins Unglück rennen.
Und Böses führt es nie im Schild.
Es wird dich stets beim Namen nennen.
Was auch in Ewigkeiten gilt.
  runter Lippen

- 4 -

Das Glück kommt stets auf seine Kosten.
Jedoch es kostet keinen Preis.
Und steht es auf verlor'nem Posten.
Dann macht es dir die Hölle heiß.

Es möchte dir ein Ständchen bringen.
Und wartet auf den Kerzenschein.
Und Wunder wird es dann vollbringen.
Mit jedem will es glücklich sein.

© Roman Herberth

- 5 -

An jedem Wegrand

An jedem Wegrand wächst das Glück.
Doch viele geben gar nicht acht.
Es drängt die Zeit, kein Blick zurück.
Man zieht es selten in Betracht.

Gedanklich sind wir längst am Ziel.
Und schmieden schon am neuen Plan.
Wir fressen einen Besenstiel,
und zwar in einem Affenzahn.

Wir halten keine lange Rast.
Zum Horizont schweift unser Blick.
Und weiter geht dann unsre Hast.
Ein Umweg stößt nur auf Kritik.
  runter Lippen

- 6 -

Für ein Gelächter fehlt die Zeit,
die man für äußerst wichtig nimmt.
Und auf dem Weg zur Ewigkeit
ist das Verhalten ernst gestimmt.

Der Weg gleicht einem Labyrinth.
Und immer fühlt man sich gehetzt.
Für Schönes ist das Auge blind.
Und keiner, der sich glücklich schätzt.

© Roman Herberth

- 7 -

Es lässt sich leichter tragen

Das Leben lässt sich leichter tragen,
wenn du an meiner Seite bist.
Nichts Schweres liegt mir dann im Magen.
Und ich vergesse Zank und Zwist.

Was mich belastet, das wird weichen.
Die Sorgen werden sekundär.
Gelassenheit statt Fragezeichen.
Ich nehme Dinge halb so schwer.

Dann hat die Bosheit nichts zu melden.
Der Schnee von gestern ist getaut.
Ich tauche ein in andre Welten,
und wohl fühlt sich auch meine Haut.
  runter Lippen

- 8 -

Nichts kann mich aus der Fassung bringen.
Du stehst zu mir, du gibst mir Halt.
Die Pläne werden mir gelingen,
vielleicht nicht gleich, doch sicher bald.

Ins Unglück kann ich gar nicht laufen,
denn du hast diesen Weg blockiert.
Man kann mich nicht für dumm verkaufen,
und das hast du mir garantiert.

© Roman Herberth
 

- 9 -

Damit nichts schief läuft

Das Leben sollte man genießen.
Wer klug ist, nimmt sich dafür Zeit.
Dann sieht er, wie die Blumen sprießen.
Und baut den Schneemann, wenn es schneit.

Man sollte stets die Ruhe wahren.
Sonst laufen Dinge gründlich schief.
Dann wird man im Verlauf von Jahren
aus gutem Grund nur depressiv.

Was Freude bringt, soll man nicht meiden.
Man danke jedem Quäntchen Glück.
Man sollte sich für sich entscheiden,
und zwar in jedem Augenblick.
  runter Lippen

- 10 -

Was morgen wird, kann keiner wissen.
Man lebe deshalb in den Tag.
Es warten nicht nur Leckerbissen.
Vereinzelt droht ein Schicksalsschlag.

Verzichte nicht auf schöne Stunden.
Und schenke ihnen Zeit und Raum.
Probleme werden überwunden,
und in Erfüllung geht ein Traum.

© Roman Herberth
 

- 11 -

Nach dem Rechten sehen

Du lässt mich nicht im Regen stehen.
Und du machst jeden Blödsinn mit.
Stets wirst du nach dem Rechten sehen.
Du bist bei mir auf Schritt und Tritt.

Ich kann mich voll auf dich verlassen.
Du bändigst jegliche Gefahr.
Mein Glück ist manchmal nicht zu fassen,
denn du machst meine Träume wahr.

Du hilfst, ich muss nicht lange bitten.
Doch bin ich einmal neben mir,
dann liest du mir auch die Leviten,
und weil du Recht hast, dank ich dir.
  runter Lippen

- 12 -

Die Bosheit kann mich nicht besiegen,
nicht die infame Hinterlist.
Sie werden letztlich unterliegen,
weil du an meiner Seite bist.

Man kann mich nicht ins Unrecht setzen.
Denn es verpufft der blinde Hass.
Ich kann mich wirklich glücklich schätzen,
auf deine Hilfe ist Verlass.

© Roman Herberth
 

- 13 -

Man kann Segel setzen

Es werden sich die Wogen glätten.
An Macht verliert ein Sturmorkan.
Der Herr im Himmel wird dich retten,
und Ruhe gibt der Ozean.

Die Segel kann man wieder setzen.
Man freut sich, dass sich das nicht rächt.
Der Sturm reißt sie nicht mehr in Fetzen.
Er hat sich nämlich abgeschwächt.

Zu neuen Ufern kann man finden.
Erfreut ist unsre Gegenwart.
Das ist ganz einfach zu begründen,
von nun an hat man freie Fahrt.

© Roman Herberth
 

  runter Lippen

- 14 -

Sich etwas vormachen

Es liegt mir fern, mir etwas vorzumachen.
Ich will nicht anders scheinen als ich bin.
Die Schadenfreude, 'sich ins Fäustchen lachen',
ergibt für mich im Grunde keinen Sinn.

Ich möchte nicht bei allem 'besser' wissen.
Ich bin noch lange nicht ein weiser Mann.
Mein roter Faden ist schon oft gerissen.
Noch nicht am Ziel zu sein, das spornt mich an.

Noch äußerst viele Hürden sind zu nehmen.
Ich zweifle an mir selbst, und gebe auf.
Doch mit den Tagen kommen andre Themen,
dann nehme ich selbst schwieriges in Kauf.

Wenn etwas schief läuft, weinen Friedenstauben.
Ich sehe nur verschwommen und nicht klar.
An meine eignen Stärken muss ich glauben,
dann trotze ich wohl jeglicher Gefahr.

© Roman Herberth
 

  runter Lippen

- 15 -

Wie ich bin

Du nimmst mich einfach wie ich bin.
Ich muss mich nicht vor dir verstellen.
Dem Leben gibst du einen Sinn.
Ein Vorurteil wirst du nicht fällen.

Vor dir sind alle Menschen gleich.
Und jedem schenkst du deine Gnade.
Du richtest nicht nach arm und reich,
denn du bist dir dafür zu schade.

Du zeigst den Weg, der gangbar ist.
Und er steht allen Menschen offen,
Ob gläubig oder Atheist,
auf deine Hilfe kann man hoffen.

Das ganze Leben ruht auf dir.
Doch du trägst leicht an dieser Bürde.
Du öffnest allen Tor und Tür,
und lässt den Menschen ihre Würde.

© Roman Herberth
 

  runter Lippen

- 16 -

Auf deine Kosten

Die Lüge lügt auf deine Kosten.
Sie führt dich dabei hinters Licht.
Dann stehst du auf verlor'nem Posten,
bist ahnungslos, und merkst es nicht.

Sie schnappt dich an der schwachen Stelle,
erwischt wirst du auf falschem Fuß.
Du denkst: 'Nur eine Bagatelle!'
Doch kurz darauf singst du den Blues.

Ans Gute kannst du nicht mehr glauben,
denn du bist ein gebranntes Kind.
Du fürchtest weiße Friedenstauben,
und selbst den milden Rückenwind.
  runter Lippen

- 17 -

Die Unschuld hat man dir genommen.
Du bist nicht länger hilfsbereit.
Und heißen Freunde dich willkommen.
Dann zweifelst du zur falschen Zeit.

Im Hinterhalt gedeiht die Lüge.
Kein Mensch zieht sie zur Rechenschaft.
Sie wächst heran, wird zur Intrige.
Das Wahre setzt sie außer Kraft.

© Roman Herberth
 

- 18 -

Die Zukunft ist der Zeit voraus.
Was aus ihr wird, kann keiner ahnen.
Die Vorschau fällt deswegen aus.
Was demnächst wird, lässt sich nicht planen.

Das Künftige bleibt unbekannt.
Ein Schleier legt sich um sein Werden.
Kein Kaffeesatz geht nicht zur Hand.
Es streiten sogar die Gelehrten.

Das eine wissen wir genau,
dass wir trotz Wissenschaft nichts wissen.
Die Klugheit wird daraus nicht schlau,
auch sie hat auf Granit gebissen.

Die Zukunft legt man sich zurecht.
Und ein Modell wird man lobpreisen.
Ist es ein Knüller oder schlecht?
Das wird wohl erst die Zukunft weisen.

© Roman Herberth
 

runter Lippen

- 19 -

Ein schweres Schicksal

Ein schweres Schicksal geht uns an den Kragen.
Ein Abgrund lauert, und der Fall ist tief.
Man geht gestärkt hervor aus Niederlagen.
Und hinterher lacht sich das Leben schief.

Man träumt von Rosen, doch die Dornen stechen.
Ein mulmiges Gefühl macht sich dann breit.
Vom wahren Glück wird man sich viel versprechen,
doch es taucht ein in eine Traurigkeit.

Man scheitert an den eigenen Gedanken.
Die Ziele hat man viel zu hoch gesteckt.
Das Denkgebäude kommt dabei ins Wanken.
Und neue Wege werden nicht entdeckt.

Man findet Trost, und einen Hoffnungsfunken.
Er bringt uns Licht, indem er sich entfacht.
Nun sind wir froh gestimmt, statt tief gesunken,
weil uns das Leben wieder Laune macht.

© Roman Herberth
 

  runter Lippen

- 20 -

Gift und Galle

Menschen werden zu Hyänen.
Gift und Galle wird versprüht.
Und dann weinen bitt're Tränen,
die man sonst nur selten sieht.

Freude will man unterbinden.
Und die Mühe erntet Lohn.
Neue Ufer, nicht zu finden.
Der Ersatz ist Spott und Hohn.
  runter Lippen

- 21 -

Böses waltet und will kränken.
Folglich wird der Ärger groß.
Weiße Fahnen wird man schwenken,
doch sie bleiben chancenlos.

Einer möchte mich vernaschen.
Doch zum Kampf bin ich bereit.
Und das wird ihn überraschen.
Hinterher klagt er sein Leid.

© Roman Herberth
 

- 22 -

Deko
Ende gut - Alles gut !
Deko


 








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Bolle reiste jüngst

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Der Jäger wollte schießen gehn

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Der Winter ist ein rechter Mann

Die Affen rasen durch den Wald

Im Wald, in der Schenke zum Kürassier

Die Reise nach Jütland

Die Gedanken sind frei

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Im Frühtau zu Berge wir ziehn, vallera

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Hört Ihr Herrn und laßt euch sagen

Hinweg mit diesem Fingerhut

Froh zu sein bedarf es wenig

Es war einmal ein treuer Husar

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Du, du liegst mir im Herzen

Ein Schneider fing ´ne Maus

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Es ist so schön Soldat zu sein

Grün, grün, grün sind alle meine Kleider

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Wenn der Topf aber nun ein Loch hat

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Widele wedele

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Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad

O, du lieber Augustin

Ob er aber über Oberammergau

So viel Stern am Himmel stehen

Spannenlanger Hansel, nudeldicke Dirn

Laßt uns froh und munter sein

Bäuerle, Adolf

Kommt ein Vogel geflogen

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Nun ade, du mein lieb Heimatland

Fallersleben, Hoffmann von

Der Kuckuck und der Esel

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Hensel, Luise

Müde bin ich, geh zur Ruh

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Müller, Martin

Was frag ich viel nach Geld und Gut

Müller, Wilhelm

Am Brunnen vor dem Tore

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Rodigast, Samuel

Was Gott tut, das ist wohlgetan

Seume, Johann Gottfried

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Steidl, Robert

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